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Der Cost Average Effekt

Aktienfonds werden gerne (insbesondere von Versicherungsvertretern, die Ihre klassische Lebensversicherung an den Mann bringen wollen) als unsichere Kapitalanlage beschrieben. Das ist Sie auch – zumindest bei kurzfristigen Einmalanlagen. Wobei mit dem Begriff kurzfristig ein Zeitraum von 0 bis 5 Jahren gemeint ist, je nach aktueller Marktlage.
Bei monatlichen Sparplänen sieht die Rechnung aber ganz anders aus - hier können solche Kursschwankungen durchaus erfreulich sein.

Denn bei niedrigen Kursen kaufen Sie auch mehr Fondsanteile für das gleiche Geld. Steigen die Kurse nun wieder hat dies eine starken positiven Effekt und sorgt für eine höhere Rendite.

 

Ein Beispiel :

In drei verschiedene Fonds - A, B und C - werden monatlich 100 Euro eingezahlt.
Der Sparplan dauert ein Jahr. Die Tabelle zeigt die Kurse jeweils zu Monatsbeginn

  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Fonds A
(ansteigend)
10,0 10,0 11,0 11,0 11,0 11,5 12,0 12,0 12,0 13,0 13,0 13,0
Fonds B
(stagnierend)
10,0 9,0 8,0 8,0 8,0 8,0 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0 10,0
Fonds C
(fallend)
10,0 9,0 8,0 7,0 6,0 5,0 5,0 6,0 6,0 7,0 8,0 8,0


Die Fondsergebnisse nach dem einem Jahr wären:

Fonds A:  plus 30%
Fonds B:  +/-   0%
Fonds C:  minus 20 %

Und wie sähe Ihr Kontostand aus?

Fonds A:
104,06 Anteile
á 13,00 EUR = 1.352,78 EUR Rendite 12,73%
Fonds B:
136,66 Anteile
á 10,00 EUR = 1.366,60 EUR Rendite 13,88%
Fonds C:
177,15 Anteile
á   8,00 EUR = 1.417,20 EUR Rendite 18,10%

Bei monatlicher Besparung war der am Ende schlechteste Fonds also der beste.

Fazit:

Schwankungen liegen in der Natur von Investmentfonds - und bei einer monatlichen Zahlweise können sich diese als sehr nützlich erweisen...