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Die Kapitallebensversicherung - Betrug am Kunden ?!


Die Kapitallebensversicherung - was ist das überhaupt?
Bei einer Kapitallebensversicherung wird eine Todesfallabsicherung mit einem Sparvorgang kombiniert. Dieser Sparvorgang ist in dieser klassischen Form nicht wirklich effektiv, zumindest nicht für den Versicherungsnehmer.

 

Unzureichende und zu teure Todesfallabsicherung
Wollen Sie für Ihre Hinterbliebenen eine ausreichende Todesfallabsicherung haben, so ist diese in Form einer Kapitallebensversicherung (KLV) meist nicht zu bezahlen, da der Beitrag pro Monat, aufgrund des Sparvorgangs, sehr hoch wäre. Hier empfiehlt sich die Absicherung über eine reine Risikolebensversicherung. Der Beitrag ist wesentlich geringer und es hängt kein unlukrativer Sparvorgang mit daran.

 

Unlukrativer Sparvorgang
Bei dieser Vertragsform hat der Versicherer die Möglichkeit, stille Reserven anzusammeln, die nicht an den Versicherungsnehmer weitergegeben werden, sondern bei dem Versicherer verbleiben. Stille Reserven können z.B. Gebäude sein, die mit dem Geld der Versicherungsnehmer gekauft wurden, mittlerweile bereits abgeschrieben sind und nur noch mit wenigen Euro in der Bilanz stehen. In Wirklichkeit sind solche Gebäude allerdings Millionen wert, die jedoch nirgendwo auftauchen. Somit werden diese "heimlichen Überschüsse" auch nicht an den Versicherungsnehmer weitergegeben. Von diesen Möglichkeiten der Bildung stiller Reserven und andere buchhalterische Tricks gibt es viele und sie werden genutzt.

Hinzu kommen noch die hohen Abschluss- und Verwaltungskosten, die vom monatlichen Beitrag abgezogen werden, und der Beitragsteil zur Todesfallabsicherung. Nur der dann noch verbleibende Beitrag bringt die Mindestverzinsung von zur Zeit 2,75%. Die Mindestverzinsung des gesamten Beitrages ist also noch wesentlich geringer. Das vergessen die meisten Versicherungsvertreter allerdings zu erwähnen.

 

Überschüsse
In fast allen Beispielrechnungen der Versicherungsvertreter lassen sich die Garantieverzinsung und die zu erwartenden Überschüsse finden. Diese erhöhen die Ablaufleistung der KLV um ein erhebliches. Tatsache ist jedoch, dass gerade in den letzten Jahren diese Versprechungen nicht im Geringsten eingehalten worden sind. Die Überschüsse fielen bei vielen Versicherern wesentlich geringer aus.

 

Zusatzversicherungen vermeiden
Bauen Sie niemals irgendwelche Unfallzusatzversicherungen oder gar Berufsunfähigkeits-zusatzversicherungen in Ihre Altersvorsorge mit ein. Meistens wählen Sie damit die teurere Variante. Was allerdings viel schlimmere Auswirkungen haben kann ist die Uneigenständigkeit beider Versicherungen.

Für den Fall eines finanziellen Engpasses ist es bei einem solchen Produkt nicht möglich, die Altersvorsorge auszusetzen, die Berufsunfähigkeitsabsicherung aber weiter bestehen zu lassen. Eventuell können sie bei längerem Aussetzen der Zahlungen sogar Ihren BU-Schutz ganz verlieren. Haben Sie nun bereits irgendwelche Krankheiten oder Gebrechen, werden Sie auch keinen neuen BU-Schutz mehr erlangen können. Trennen Sie also stets Risikoabsicherung mit Altersvorsorge oder anderen Sparvorgängen!

 

Wann sollten Sie eine KLV abschließen?
In der Regel ist der Abschluß einer solchen Versicherung nicht zu empfehlen. Ein Grund dies doch zu tun, könnte sein, dass Sie selbständig sind und Ihren Sonderausgabenabzug noch nicht vollständig ausgenutzt haben. Doch ist der bei den Meisten bereits durch Krankenversicherung und Berufsunfähigkeitsabsicherung voll ausgenutzt.

Ein weiterer Grund könnte die endfällige Tilgung einer fremd genutzten Immobilie sein. Hierbei kann diese Form der Finanzierung über die KLV steuerlich wirksam sein. Doch gibt es auch hier andere Produkte, die wesentlich effektiver sind, z.B. Aktiensparpläne.

 

 

 

 

 




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