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PKV - Die private Krankenversicherung


Der Aufbau der privaten Krankenversicherung
Die private Krankenversicherung besteht aus fünf wichtigen Bausteinen, die Sie ganz nach Ihren eigenen Vorstellungen zusammenbauen können. Sie können selbst bestimmen, ob Sie eine Absicherung ähnlich der gesetzlichen Krankenversicherung möchten oder ob Sie sämtlichen Luxus, wie Chefarztbehandlung und Einzelzimmer, in Ihrer Krankenversicherung wünschen. Diese unterschiedlichen Leistungsniveaus haben natürlich unterschiedliche Preise.

 

Im Folgenden stelle ich Ihnen die verschiedenen Bausteine mit deren Inhalten vor.


1.
Ambulanter
Schutz


2.
Zahnschutz

3.
Stationärer
Schutz

4.
Pflegepflicht-
Versicherung

5.
Beitragsent-lastung
im Rentenalter

 

1. Ambulanter Schutz
Mit ambulantem Schutz sind die Kosten gemeint, die Sie verursachen, wenn Sie zum Hausarzt, Gynäkologen, Hautarzt oder irgendeinem anderen Arzt gehen. Ebenso die Kosten für Medikamente und Heilmittel (z.B. Fango und Massage) sowie Hilfsmittel wie Kontaktlinsen oder Krücken gehören zum ambulanten Schutz.

In diesem ambulanten Bereich sind Variationen des Versicherungsschutzes z.B. durch Ausschluß bestimmter Behandlungsarten wie Heilpraktiker oder Psychotherapie möglich. Auch eine Begrenzung der Gebührenhöhe für die Arzthonorare kann zu einem geringeren monatlichen Beitrag führen.

 

2. Zahnschutz
Der Zahnschutztarif leistet in der privaten Krankenversicherung für die Arbeit von Zahnärzten und Kieferorthopäden. Es werden zum einen Ihre Behandlungskosten erstattet wie auch die Kosten für den Zahnersatz.
Hierbei können Sie unterschiedliche Varianten vereinbaren. Bei den Behandlungskosten können Ihnen durch den Zahnschutztarif 80 bis 100 Prozent der Kosten erstattet werden. Beim Zahnersatz können es sogar nur 40 bis 90 Prozent sein. Auch hier gilt, je höher der eigene Anteil, desto geringer ist der monatliche Beitrag für Sie.

 

3. Stationärer Schutz
Wie der Name schon sagt, werden Ihnen bei diesem Tarif alle Kosten erstattet, die bei einem Aufenthalt in einem Krankenhaus entstehen.
Auch hier gibt es verschiedene Varianten, die diesen Tarif sehr teuer machen können. Sie haben die Möglichkeit z.B. ein Einzelzimmer oder Zweibettzimmer innerhalb dieses Tarifes zu vereinbaren. Die günstigste Variante wäre ein Mehrbettzimmer. Des Weiteren können Sie sich vom Chefarzt behandeln lassen oder vom Dienst habenden Stationsarzt. Bei einigen Tarifen gibt es auch die Möglichkeit, dass Sie z.B. bei Verzicht auf die Chefarztbehandlung eine bestimmte Summe dafür seitens des Versicherers ausbezahlt bekommen. Diese Variante können Sie Nutzen, wenn wegen einer Standardsache (gebrochener Arm) ins Krankenhaus müssen.

 

4. Pflegepflichtversicherung
Bis zum 01.01.1995 gab es diesen Tarifbaustein in der PKV gar nicht. Er ist dann per Gesetz vorgeschrieben worden. Er deckt die Kosten, die im Falle der Pflegebedürftigkeit entstehen innerhalb des gesetzlichen Rahmens ab. Kosten darüber hinaus müssen Sie weiterhin selbst tragen, außer Sie entscheiden sich für eine zusätzliche Absicherung für den Fall der Pflegebedürftigkeit.

Als Angestellter erhalten Sie auch hierfür einen 50%igen Zuschuß durch Ihren Arbeitgeber. Der maximale Zuschuß beträgt seitens des Arbeitgebers 29,64 Euro (nach gesetzlicher Höchstgrenze § 257/SGB V).

 

5. Beitragsentlastung im Rentenalter
Auch dieser Baustein ist relativ neu. Seit 2000 ist er per Gesetz vorgeschrieben. Sie müssen mit diesem Tarif 10% Ihres Beitrages zusätzlich an die Versicherungsgesellschaft zahlen. Dieser Mehrbeitrag wird für Sie mit ca. 6 bis 7% angelegt und dient zur Ihrer Beitragsentlastung sobald Sie das Rentenalter erreicht haben.
Früher hatten private Krankenversicherungen oft das Problem, dass sie im Alter des Versicherten kaum noch bezahlbar waren. Durch diesen gesetzlichen Zusatzbeitrag wird dem vorgebeugt. Ihr Beitrag kann mit diesem Geld reduziert werden.
Zu diesen Grundbausteinen, die in jeder PKV vorhanden sein sollten, können Sie noch folgende Bausteine hinzufügen :

 

Krankentagegeld
Wenn Sie Angestellter sind, bekommen Sie ab dem 43. Tag keine Lohnfortzahlung mehr von Ihrem Arbeitgeben sondern Krankengeld von Ihrem Versicherer. Dieses Krankengeld müssen Sie in der privaten Krankenversicherung selbst abschließen. Die Höhe dieses Krankengeldes können Sie weitgehend selbst bestimmen. Die Obergrenze ist allerdings abhängig von Ihrem Einkommen.

Selbständige und Freiberufler bekommen keine Lohnfortzahlung und müssen für den Fall von längerer Krankheit durch ein Krankengeld vorsorgen. Sie können hierbei selbst vereinbaren ab dem wievielten Tag das Geld bezahlt werden soll. Es gilt, je früher das Geld gezahlt wird, desto teurer ist der monatliche Beitrag.

 

Krankenhaus-Tagegeld
Ein Krankenhaustagegeld wird gezahlt, wenn Sie in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Auch hier können Sie die Höhe selbst bestimmen. Da ein Aufenthalt im Krankenhaus in der Regel sehr selten ist und meist auch nicht von langer Dauer, kann dieser Baustein auch weg gelassen werden. Er verteuert die Versicherung nur unnötig und wird nur sehr selten in Anspruch genommen.

 

Kurtarife
Dieser Tarif ist nur für Selbständige und Freiberufler interessant. Angestellte benötigen diesen Tarif nicht, da Sie in der Regel in der gesetzlichen Rentenversicherung sind und somit Kuren von den Rentenversicherungsträgern (LVA, BfA, o. Knappschaft) bezahlt werden.

 

Pflege-Zusatzversicherung
Wie bereits weiter oben schon erwähnt können Sie einen Pflegetarif abschließen, der über den gesetzlichen Rahmen hinaus leistet.
Entlastungs-Tarife

Ein solcher Tarif bietet weitere Entlastungen im Alter. Hier kann der monatliche Beitrag um einen festen Eurobetrag gekürzt werden. Die Verzinsung hierfür sind allerdings meistens nicht so effektiv, so dass es sinnvoller sein kann z.B. lieber einen Investmentsparplan zusätzlich abzuschließen, statt weiteres Geld in die Krankenversicherung. So kann im Alter daraus ein Teil des PKV Beitrages geleistet werden.

 

 

 

 

 

 




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